Behavioral Economics

BVM-Fachtagung

Behavioral Economics – psychologische Marktforschung 2.0

Menschen sind keine Rechenmaschinen – und menschliche Entscheidungen sind selten das Ergebnis einer exakten Nutzenberechnung von Produktmerkmalen oder von Ereignissen, deren Eintritt unsicher ist. Das heißt zwar nicht, dass rationale Erwägungen beim Kauf eines neuen Kühlschranks, eines Smartphones oder bei der Auswahl eines Strom- oder Mobilfunktarifs keine Rolle spielen, aber die rationale und bewusste Bewertung einzelner Angebotsattribute ist häufig nur eine sekundäre Rechtfertigung für eine emotional-spontane Festlegung.

Fachtagung CX - Blick in den Vortragsraum

Das Bauchgefühl ansprechen

Für Marketing und Marktforschung ist diese Perspektive fundamental, denn wenn es in Werbung und Kommunikation nicht gelingt, diese schnelle, implizite und auf Daumenregeln und Bauchgefühl beruhende Entscheidungsebene anzusprechen, sind die Durchschlagskraft des technischen Produktnutzens und eines attraktiven Preises begrenzt. Zahlreiche Beispiele von am Markt gescheiterten technischen Innovationen zeugen davon.

Nichts ist so praktisch wie eine Theorie

Viele Gesetzmäßigkeiten der impliziten Entscheidungsbildung sind seit langem bekannt – nicht erst seit Daniel Kahnemans Bestseller „Thinking, Fast and Slow“. Marketing und Marktforschung können davon erheblich profitieren – das Marketing, indem bei Produktgestaltung, Kommunikation und Preissetzung die Bedingungen der impliziten Entscheidung von Anfang an berücksichtigt werden und die Marktforschung, indem die richtigen Fragen gestellt werden und Marktforschungsergebnisse überzeugend und theoriegeleitet interpretiert werden.

Auch hier gilt: Nichts ist so praktisch wie eine Theorie, denn sie richtet den Blick auf diejenigen Aspekte, die in einer Welt des überwältigenden Warenangebots und der permanenten Informationsüberflutung wirklich den Unterschied ausmachen. Ein Anwendungsbeispiel sind Luxusgüter, die zwar nur von wenigen gekauft werden, für viele aber einen Preisanker setzen und deshalb Orientierung bieten. So gesehen ist Behavioral Economics die Renaissance der Konsumentenpsychologie: die Anwendung neuester – aber auch altbewährter – Gesetzmäßigkeiten aus der Psychologie der sozialen Urteilsbildung und der Entscheidung unter Unsicherheit.

Zum Stand von Behavioral Economics in der Marktforschung

Die Fachtagung „Behavioral Economics – psychologische Marktforschung 2.0“ möchte den Stand der Behavioral Economics in Marktforschung und Marketingberatung darstellen. Renommierte Experten referieren über erfolgreiche Anwendungsbeispiele und die aktuelle Situation in Praxis und Theorie.

Es referieren bislang

  • Dr. Florian Bauer, Vorstand, Vocatus AG
  • Prof. Dirk Frank, Managing Director, ISM GLOBAL DYNAMICS GmbH
  • Mark Johnson, Managing Director Europe, BrainJuicer Group PLC
  • Anke Schramm, Leiterin Marktforschung, freenet AG
  • Stephan Teuber, Geschäftsführer, GIM

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BVM-Fachtagung: „Behavioral Economics – psychologische Marktforschung 2.0"

Fachtagung - BVM-Roll-up

Datum: Montag, 21. November 2016

Ort:
INNSIDE Frankfurt Ostend
Hanauer Landstrasse 81
60314 Frankfurt

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