46. Kongress der Deutschen Marktforschung 23. bis 24. Mai 2011 in Berlin

Die Zukunft machen - Marktforschung auf dem Weg in die Netzwerkgesellschaft von morgen

Gegenwärtig erleben Marktforscher eine ganz neue Qualität des Wandels. Daraus erwachsen ihnen zweifellos nie dagewesene Chancen, zugleich jedoch enorme Herausforderungen. Denn längst haben auch Konkurrenten aus anderen Branchen diese Möglichkeit entdeckt. Der Wettbewerb wird härter und die Marktforschung ist gefordert, sich im Feld der Konkurrenten nicht nur zu behaupten, sondern neu zu erfinden und zu positionieren.
Der allerorts offensichtliche Wandel in Wirtschaft, Technik und Gesellschaft sowie seine Implikationen für die Marktforschung waren thematischer Schwerpunkt des 46. Kongresses der Deutschen Marktforschung, der vom 23. bis 24. Mai 2011 in Berlin stattfand.

Zum Hintergrund des Themas: Nichts bleibt, wie es war

Renommierte Marktforschungsexperten befürchten, dass die klassische Marktforschung, wenn sie sich nicht ernsthaft mit den Herausforderungen auseinandersetzt, die ihr aus dem technologischen und gesellschaftlichen Wandel erwachsen, Gefahr läuft, zu einer „Marginalie“ im Geschäft der Datengewinnung und -aufbereitung zu werden. So die Warnung von Marktforschungsexperten, und diese kommt nicht von ungefähr. Immer wieder üben Auftraggeber Kritik an den Diensten der Branche:

Ihre Kritikpunkte:

Marktforschung

  • liefere eher Standardware, statt sich an die spezifischen Fragen des Auftraggebers anzupassen
  • sei zu langsam, um Nutzen für den immer schnelllebigeren unternehmerischen Entscheidungsprozess zu bringen
  • und sei angesichts des marginalen Nutzens für den Auftraggeber viel zu teuer.

Was Auftraggeber von Marktforschung erwarten, sind schnelle, auf den Punkt gebrachte Entscheidungshilfen zu einem möglichst niedrigen Preis.

Denn Daten dazu, wie sich Verbraucher verhalten, was sie wünschen und welche Werte oder Lebensstile sie charakterisieren, gibt es heute zuhauf. Jedoch stammt ein immer geringerer Teil davon aus Studien, die von Marktforschern im Auftrag ihrer Kunden durchgeführt wurden. Diese Tendenz wird insbesondere von der neuen Lust der Menschen weltweit verstärkt, all die im Web 2.0 möglich gewordenen Kommunikations- und Vernetzungsmöglichkeiten zu nutzen, um Meinungen zu Marken, Umwelt, politischen Entscheidungen u.v.m. zu äußern und sich mit anderen zu verbünden.

Der Kongress 2011 mit dem Titel „Die Zukunft machen – Marktforschung auf dem Weg in die Netzwerkgesellschaft“ verstand sich thematisch als Fortsetzung der bereits auf dem Kongress 2010 begonnenen Diskussion über die Zukunft unserer Profession und hat sich insbesondere mit der Frage beschäftigt, wie sich Marktforschung zukünftig positionieren will.

Empfehlen Sie diese Seite weiter:

Seite druckenDiese Seite drucken